Sie haben JavaScript deaktiviert
Bitte aktivieren Sie JavaScript in den Optionen Ihres Browsers und klicken Sie hier.
Achtung
Sie nutzen einen veralteten Browser, der von dieser Website möglicherweise nicht unterstütz wird. Wir empfehlen die Nutzung eines modernen Browsers.
Sie haben 0 Produkte für 0,00 € im Warenkorb
Lexikon der musikalischen Form

Lexikon der musikalischen Form

Nachschlagewerk und Fachbuch zur musikalischen Form und Formung vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 638

Autor: Amon, Reinhard

Artikelnummer
DOBL 9721
Hersteller
Doblinger Musikverlag
ISBN/ISMN
9783902667274
Verfübarkeit
Versand in 2-10 Tagen

49,95

inkl. 10 % gesetzl. Mwst. zzgl. Versandkosten

+ -
In den Warenkorb
Produktbeschreibung
Doblinger Musikverlag
Lexikon der musikalischen Form

Das Lexikon der musikalischen Form geht mit der lexikalischen Darstellung formaler Aspekte der Musik einen innovativen Weg der Vermittlung. Mehr als 1000 Lexikonartikel werden durch zahlreiche Abbildungen und Grafiken sowie über 600 Notenbeispiele veranschaulicht. Mehr als 150 Werke sind komplett analysiert und in eigens dafür entwickelten Diagrammen übersichtlich dargestellt. Ein ausführlicher separater Teil behandelt grundlegende Aspekte der musikalischen Form. Ergänzend dazu runden interdisziplinäre Ansätze aus den Bereichen Geometrie, Architektur oder Psychologie u.a. dieses Handbuch zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit dem Thema Form ab. Neben Begriffen und Werken der abendländischen Musikgeschichte der letzten 500 Jahre werden auch typische Phänomene aus der Volksmusik, der Popularmusik und dem Jazz erklärt. Mit zahlreichen Hinweisen zur Interpretation für ausübende Musiker, übersichtlichen Tabellen und einem ausführlichen Register ist dieses Lexikon zu einem unentbehrlichen Begleiter durch Musikunterricht, Studium und Beruf.

 

 

Rezensionen
Doblinger Musikverlag
Lexikon der musikalischen Form

Für sein 2005 erschienenes Lexikon der Harmonielehre hat der österreichische Musikwissenschaftler Reinhard Amon den Deutschen Musikeditionspreis erhalten. Jetzt ist in fast gleicher Aufmachung sein Lexikon der musikalischen Form erschienen, und auch hier fällt sofort die ungewöhnlich schöne, so gar nicht akademisch-trocken anmutende Gestaltung auf. Übersichtliche Anordnung, kluger Einsatz von Farben, trotz der Fülle von Informationen ein klar strukturierter Aufbau das ist Amon, der sein eigener Layouter ist, womöglich noch besser gelungen als im Vorgängerband. Abbildungen von Komponisten mögen ein (hübscher, aber letztendlich entbehrlicher) Zierrat sein, bildhafte Verweise auf Formprinzipien aus Architektur, bildender Kunst oder auch aus der Natur erweitern sehr suggestiv den Blickwinkel auf über die Musik hinaus verallgemeinerbare Formprinzipien.

In der Hauptsache werden grafische Elemente zur Verdeutlichung musikalischer Formprinzipien eingesetzt, und da folgt das Buch (wie übrigens auch schon das Harmonielehre-Lexikon) dem Gestaltungsprinzip, das der dtv-Atlas zur Musik (und alle anderen dtv-Atlanten) seit Jahr(zehnt)en vorgeben einzelne Töne oder Motive in einem Notenbeispiel werden hervorgehoben, Großformen durch farbige Diagramme verdeutlicht usw. Das geschieht trotz einer Vielzahl von Symbolen und Abkürzungen hier sehr suggestiv und dadurch weitgehend selbsterklärend. An vielen Stellen kann dadurch der Text stark verknappt werden, weil die zu vermittelnde Idee durch die geschickte Auswahl von Notenbeispielen unmittelbar deutlich wird solche Notenbeispiele „lesen" können muss man dafür schon, wie auch der Text eine gewisse (aber nicht zu große) Vorbildung verlangt. Es gelingt aber auf dieser Basis sehr gut, auf engem Raum eine Vielzahl (anspruchsvoller) Informationen verständlich zu vermitteln. Insofern richtet sich der Band an breite Leserschgichten vom interessierten Laien über Studierende und Wissenschaftler bis zu ausübenden Musikern - und dürfte für alle genug Lese- und Ansichtsmaterial bereit halten.

Im rund 400 Seiten starken Hauptteil werden Stichwörter von „ABA-Form" bis zur „zyklischen Form" abgehandelt, darauf folgen noch einmal etwa 150 Seiten mit „allgemeinen Kapiteln" übergreifende Aspekte und Exkurse, die sich nicht in lexikalische Form bringen ließen. Dass Amon auch hier Querverbindungen zur Architektur oder zur Mathematik (Kapitel „Zahl und Form"), schlägt und auch zur physiologische Aspekte aufzeigt („Wahrnehmung von musikalischer Form"), unterstreicht die Bandbreite des Buches. Ob das Lexikon-Format grundsätzlich ein geeignetes Darstellungsformat ist, wird wie schon beim Lexikon der Harmonielehre jeder Leser für seine Zwecke selbst beurteilen müssen. Aber auch beim ziellosen Durchblättern (bei dem man sich schnell festlesen kann) gibt der auch physikalisch gewichtige Band eine Fülle von Anregungen.

Stefan Schmöe am 29.8.11 auf http://www.omm.de/feuilleton/amon-lexikon-der-form.html



musikschulwelt meint: Die langjährige pädagogische Erfahrung des Autors an einer allgemeinbildenden Schule macht dieses Buch zu einem echten Glücksfall. Denn Reinhard Amon ist es hier gelungen, die theoretische Materie der musikalischen Formengeschichte in kompakte, detailreiche, dabei jedoch gut verständliche und somit bestens verdauliche Portiönchen zu verpacken. So darf man in diesem Fall einmal der Verlags-PR uneingeschränkt zustimmen, die dieses Buch als einen unentbehrlichen Begleiter durch Musikunterricht, Studium und Beruf bewirbt. Und man möchte noch ergänzen: Mit dem »Lexikon der musikalischen Form« hört (und spielt) es sich zukünftig besser …

(MUSIKSCHULWELT DE, 28.09.2011)



Der Wiener Musikwissenschaftler geht pingelig vor. Jede Definition sichert er gegen mögliche Unschärfen ab. Das hat Konsequenzen für die Sprache. Die ist sehr spezifisch, lebt von vielen Sachbegriffen. Doch Amon lässt den Leser nicht im Begriffs-Wirrwarr stehen, er bietet Verständnishilfen. 600 Notenbeispiele sowie rund 300 Graphiken veranschaulichen und vertiefen. Auch einfachere Begriffe werden ausführlich behandelt, etwa Dreiteiligkeit: „Dreiteiligkeit ist eines der wichtigsten Formungsprinzipien in der Musik. Wesentlichstes Bestimmungsmerkmal gegenüber der Zweiteiligkeit ist in größeren musikalischen Gebilden ein kontrastierender oder zumindest deutlich anders strukturierter substantieller Mittelteil, dem im Sinne der Wiederkehr der 1. Teil folgt". Um das Gemeinte anschaulich zu machen, liefert der Verfasser ein Notenbeispiel, das erste Stück aus Schumanns ‚Kinderszenen‘. Im Lexikon findet sich passend dazu unter der abgedruckten Melodiestimme eine farbige Skala. Sie macht die einzelnen Teile anschaulich. Darunter stehen Buchstaben, die die jeweilige Tonart bezeichnen. Reinhard Amons Buch besteht aus zwei Teilen, einem rein lexikalischen und im letzten Dritten aus verschiedenen allgemeinen Kapiteln, etwa über Bauprinzipien der musikalischen Form oder über unsere Wahrnehmung von Form. Wie erkennen wir Strukturen beim Hören? Welche Rolle spielt dabei die Zeit? Unser Musikhören ist u.a. von individuellen Faktoren wie Begabung, Erfahrung oder momentaner Empfindung abhängig. Umso hilfreicher ist es, etwas über formale Strukturen zu erfahren, die objektive Anhaltspunkte zum Verständnis geben können. Im Idealfall verbindet sich die intellektuelle Vorarbeit in der Hör-Situation mit dem sinnlichen Erlebnis zu wesentlich differenzierterer Musikrezeption. Insofern macht dieses Buch durchaus neugierig. Wie hören wir eigentlich? Müssen wir über Strukturen Bescheid wissen, oder haben wir eine Art angeborenen Formsinn? Über die reine Formfrage hinaus bietet Amon Verständnishilfen über historische Zuordnung an, z.B. im 12-seitigen Artikel über die Sonatensatzform: „Die Sonate des 20. Jahrhunderts gewinnt ihre Spannung und ihr energetisches Moment verstärkt aus dem Rhythmus, der dimensional ausgeweitet wird, da die Harmonik weitgehend ausgeschöpft war. In Alban Bergs einsätziger Klaviersonate verschmelzen alle Teile miteinander. Alles ist von der Durchführungstechnik und der entwickelnden Variation durchdrungen." Mehr als 150 Stücke analysiert Amon in seinen Einträgen. Für Studierende und Lehrende ist dieser Band gewiss ein Muss. Für die Wissenschaft ein neues unverzichtbares Standardwerk. Und der Musikliebhaber? Er sollte bereit sein, Zeit zu investieren. Dieses Buch ist kein Lesevergnügen, es verlangt Kopfarbeit. Vielleicht ein Fall für Idealisten, sicher nichts für Neueinsteiger. Dieses Buch ist eindeutig Schwarzbrot, aber auch von dem sagt man ja, je länger man es kaut, desto süßer schmeckt es. (…)

Martin Grahmlich, WDR3 TonArt, 3. August 2011

 

 

Ihre zuletzt angesehenen Artikel