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Anton Heiller - Alle Register eines Lebens

Anton Heiller - Alle Register eines Lebens

Eine Biographie

Seitenanzahl: 335

Autor: Planyavsky, Peter
Komponist: Planyavsky, Peter

Artikelnummer
09 716
Hersteller
Doblinger Musikverlag
ISBN/ISMN
9783902667151
Verfübarkeit
Versand in 2-10 Tagen

26,90

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Produktbeschreibung
Doblinger Musikverlag
Anton Heiller - Alle Register eines Lebens

Einmal gab Anton Heiller eine lange Masterclass über Bachs Leipziger Choräle in Boston. Sein Gastgeber erinnert sich: "Es war nicht nur phantastisch, was er sagte, sondern er spielte auch jede Note der ganzen Sammlung. E. Power-Biggs, der große alte Mann der US-Orgelszene, saß neben mir, und als wir die Kirche nacher verließen, sagte er zu mir: "Heiler ist der einzige organist auf der ganzen Welt, der das kann, was wir gerade erlebt haben. Der Mann ist wirklich ein Genie."

Anton Heiller (1923 - 1979) war einer der wichtigsten österreichischen Organisten. Als Komponist zählte er vor allem im Bereich der Kirchenmusik lange zur Avantgarde. Peter Planyavsky, ehemaliger Schüler und Freund Heillers, hat eine umfassende Monographie des wichtigen österreichischen Musikers verfasst. Seine eigenen Erinnerungen wurden durch viele Gespräche mit anderen Freunden und Zeitzeugen abgerundet. Das Portrait des Künstlers wird ergänzt durch eine eingehende Besprechung seines kompositorischen Schaffens sowie eine Diskographie.

 

 

Rezensionen
Doblinger Musikverlag
Anton Heiller - Alle Register eines Lebens | Buch

 30 Jahre nach Anton Heillers Tod (1923-1979) legt Peter Planyavsky eine äußerst interessante und lesenswerte Biographie über den wegweisenden österreichischen Organisten und Komponisten vor. Der Leser erfährt in den ersten fünf Kapiteln Heillers Werdegang im Musikleben Wiens in der Kriegszeit und in den entscheidenden Jahren unmittelbar nach Ende des Krieges. Hierbei fällt von Anfang an Heillers breites Betätigungsfeld als Organist/Pianist, Dirigent und Komponist auf. Seine Bewunderung für Instrumente des schweizerischen Orgelbaus mündet bereits Anfang der 50er Jahre in der Idee, das Bachsche Orgelwerk an verschiedenen Orgeln aufzunehmen. Besonders eindrucksvoll liest sich das Kapitel über Heillers Beziehung zu Haarlem. 1952 wurde er als Teilnehmer zum Improvisationswettbewerb eingeladen, bereits 1955 gibt er erstmals einen Kurs und ist ein Jahr später auch als Juror in Haarlem. Die Kurse und der Wettbewerb bleiben für Heiller zeit seines Lebens ein unverzichtbarer Bestandteil, persönlich schlägt sich dies in der lebenslangen Verbundenheit mit Luigi Ferdinando Tagliavini und Marie-Claire Alain („Haarlemer Trio“) nieder. Der Leser erfährt weiters über zahlreiche Beziehungen in viele andere Länder und seine Eindrücke zu den verschiedenen nationalen Orgelbautendenzen, immer gespickt mit vielen Berichten von Zeitzeugen und Schülern des Meisters.
Heillers unermüdlicher Einsatz für den Bau mechanischer Schleifladenorgeln steht auch im Zusammenhang mit seiner Bach-Interpretation, in beiderlei Hinsicht gilt Heiller hier als wegweisender Pionier. Vor allem seine Bach-Interpretationen machten Heiller zu einem der gefragtesten Organisten nicht nur in Europa.
In dem psychogrammatischen Kapitel „Alle Register einer Seele“ versucht der Autor auf sehr persönliche Weise hinter die Fassade des reisenden Konzertorganisten und Lehrers Anton Heiller zu schauen. Als besonders gelungen erweist sich, dass der Autor nicht allein in chronologischer Weise vorgeht, sondern durch viele Zitate und Querverbindungen zu späteren Zeiten eine logische und bereichernde Vernetzung erzeugt. Dies trägt sehr zum Verständnis von Heiller als Person und seinen musikalischen Vorstellungen bei. Planyavsky hat sich in akribischer Weise Übersicht über ein unglaublich umfangreiches Material von Briefwechseln, Zeitzeugenberichten und Konzertprogrammen verschafft, welches er intensiv, aber nie den Leser überfordernd, einsetzt. Sein Buch ist besonders für die jüngere Generation höchst informativ, man erfährt vieles über die österreichischen Organisten wie Franz Schütz, Wilhelm Mück, Karl Walter und Egon Krauss, oder Heillers Verbundenheit mit Komponisten wie Johann Nepomuk David, Paul Hindemith oder auch über Heillers spätere Kollegen Alois Forer, Franz Kosch, Ernst Tittel u. a. Eine umfassende Diskographie bringt wichtige Klangdokumente im Überblick.
Matthias Griesen, Das Orgelforum Nr. 12, Sept. 2009

30 Jahre nach dem frühen Tod von Anton Heiller, jener Wiener musikalischen Ausnahmeerscheinung als Kirchenmusiker, Orgelvirtuose, Dirigent, Komponist, Orgelsachverständiger und Schule bildender Pädagoge usw., verfasst sein früherer Schüler und späterer Kollege Peter Planyavsky eine Biographie, die versucht, „eine umfassende Darstellung, in der die vielen Facetten dieses Musikers beleuchtet werden“ (S. 7) vorzulegen. Der Autor stützt sich einerseits auf vorhandene Literatur und andererseits auf zahlreiche Quellen aus dem Familienbesitz, die er teils minutiös auswertet. Eine große Stärke der Arbeit sind die Aussagen der (einschließlich der Familie) 50 teilweise schon sehr alten Zeitzeugen, welche Planyavsky zwischen 2007 und 2009 interviewt hatte, und deren Erinnerungen wesentliche Beiträge zum Verstehen der komplexen Persönlichkeit Heillers liefern, als deren Hauptkomponente der Autor einen „quasi lebensbestimmende(n) Querstand, das immerwährende Dur und Moll in Heillers Seele“ (S. 259) charakterisiert. Das Buch ist in einer Mischung von chronologischer Biographie und Sachthemen angeordnet. „Haarlem“ und „Amerika“ werden sachlich richtig eigens ausführlich behandelt. „Alle Register einer Seele“ ist das Kapitel über den Menschen Heiller, seine Katholizität, sein Familienleben, seinen Lebensdurst, seine Depressionen. Manches wird nur dezent angedeutet, einiges breiter ausgeführt. Die wichtigsten Kompositionen sind in nicht zu detaillierten und für ein breites Publikum verständlichen Beschreibungen dargestellt, das Kapitel über Heillers Denken zum Orgelspiel, vor allem zu Bach, rundet die Darstellungen ab. Erstmals wird der schwierige und gelungene Versuch unternommen, eine möglichst vollständige Diskographie vorzulegen. Ein Personenregister erleichtert die Orientierung im umfangreichen Stoffgebiet. Der Autor stellt kenntnisreich ein plastisches Bild seines Lehrers vor, vor allem für jene, die keine persönliche Erinnerung an den Meister haben. Vor allem: das Buch ist unglaublich spannend zu lesen.
Franz Karl Praßl, Singende Kirche Heft 3 / 2009

"...The first exhaustive study of this important figure, and it will surely be recognized as the definitive biography..." (Jane Schatkin-Hettrick, The American Organist March 2010)

 

 

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